Sonntag, 2. März 2014

[Rezension] Ein Engel im Winter - Guillaume Musso

Informationen zum Buch: 
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Erscheinungsdatum: 14.11.2005
ISBN: 9783442362202
Verlag: blanvalet
Einband: Taschenbuch
Originaltitel: Et après
Reihe: Einzelbuch
Seiten: 397
Preis: 7,95 €

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 !VORSICHT - Evtl. Spoiler!


Nathan DelAmico ist als achtjähriger Junge fast ertrunken. So nah wie damals ist er dem Tod nie wieder gekommen. Doch dreißig Jahre später, nachdem ihn seine große Liebe Mallory zusammen mit der gemeinsamen Tochter verlassen hat, begegnet ihm der Tod wieder – in Gestalt eines geheimnisvollen Arztes, der in sein Leben eindringt und ihm eine Botschaft bringt, die alles in frage stellt, woran Nathan bislang geglaubt hat… (Buchrücken)

Nach dieser Nahtoderfahrung, bei der Nathan mit 8 Jahren fast ertrunken wäre sind 30 Jahre ins Land gezogen und Nathan DelAmico ist inzwischen ein berühmter Anwalt der noch keinen seiner Fälle verloren hat. Durch die viele Zeit und Mühe die er in seine Arbeit gesteckt hat um so berühmt und erfolgreich zu werden, hat er leider seine Frau Mallory verloren die ihn mit ihrer gemeinsamen Tochter Bonnie verlassen hat. Trotzdem fehlt Nathan an nichts, er stürzt sich tief in seine Arbeit und ist zufrieden in seinem Leben, würde da nicht eines Tages ein genauso berühmter und geheimnisvoller Chefarzt in seinem Büro auftauchen. Nach dieser Begegnung ist für Nathan nichts mehr wie es einmal war und er wird vor vollendeten Tatsachen gestellt. (So denkt er) Er muss sich damit abfinden was der Arzt ihm von seinem „Bevorstehenden Tod“ berichtet. Aber was tut man wenn man erfährt das man nur noch wenige Tage/Monate zu leben hat?


Der See erstreckte sich im Osten der Insel hinter den Sümpfen mit den Moosbeeren.


„Ich weiß sehr gut, woher du stammst und wie schwierig es für dich war“, sagte sie und betonte jedes einzelne Wort, „aber das Leben ist weder ein Wettbewerb noch ein Krieg, und du bist nicht verpflichtet, deinen Erfolg ununterbrochen zu beweisen.“

Ich muss zugeben ich war skeptisch was das Buch „Ein Engel im Winter“ angeht. Und dachte schon es wird schwierig diese Rezension neutral zu schreiben, da es eigentlich so gar nicht in die Richtung geht, was ich sonst eigentlich lese. Zumindest dachte ich das. Aber dieses Buch hat mich dann doch positiv überrascht. Es wurde mir ja zugelost bei einer Aktion.
Ehrlich gesagt dachte ich ein wenig das ist halt ein Drama über Liebe und Tod und fertig. Aber dieses Buch hat auch einen Hauch Fantasy, die Gabe des Doktors den Tod vorher zu sehen, ein „Bote“ zu sein, ja das gehört doch zur Genre Fantasy. Und ich habe dieses Buch wirklich gerne gelesen, der Schreibstil ist sehr einfach und schön und geht superleicht von den Lippen. Besonders schön sind auch die Zitate an jedem Anfang von einem Kapitel die so ein wenig den Inhalt wiederspiegeln. Man kommt gut voran und das Buch ist eigentlich schnell gelesen, dabei will man es fast nicht beenden da mal die ganze Zeit vor Augen hat, was der Schluss für Nathan bedeutet soll. Nur hat der Schluss teilweise eine sehr überraschende Wendung, man kann sich ein Teil davon zwar schon die ganze Zeit denken, weil das andere ein wenig viel zu offensichtlich ist, aber trotzdem ist man doch überrascht von dem kleinem „Zusatzeffekt“ mit seiner Frau.
 Der Autor schreibt auch wirklich mit sehr viel Gefühl, an manch einer Stelle wären mir sogar fast die Tränen gekommen. Wirklich der Schreibstil gefällt mir sehr, so einfach, aber doch mit so viel Gefühl. Die Meiste Zeit von aus der Sicht des Protagonisten Nathan erzählt, zwischen drin wechselt es aber auch mal auf verschiedene andere Personen. Aber dieses wechseln ist so perfekt gewählt, das es einfach nur schön ist diese Geschichte zu lesen. Viel habe ich mich mit dem Autor und seinen Geschichten nicht auseinander gesetzt, daher weiß ich nicht ob dieses oder eins seiner Bücher verfilmt wurde, aber dieses Buch hier könnte ich mir auf jeden Fall super als Film vorstellen.
Ich muss auch sagen es gibt viel zum nachdenken auf, es ist schon ein wenig was zu knabbern, hinterher stellt man sich vielleicht auch die ein oder andere Frage. Es ist wirklich schön und traurig zu gleich, aber das gibt dem Buch das gewisse etwas.
 Der Protagonist Nathan ist mir persönlich aber ein wenig zu jähzornig und nervig, auch wenn seine Geschichte wirklich schon ist und er sich im Laufe der Zeit auch ein wenig ändert, mein Typ wäre er trotzdem nicht. Diese bestimmende, dominante Art nervt mich einfach ein wenig. Dagegen scheint seine Frau ein richtiger Engel zu sein. (Sprichwörtlich) Bonnie die Tochter der beiden ist für ihre 7 Jahre schon ziemlich erwachsen, komischer weiße sind sie das alle immer in den Büchern. Was auch sehr schön ist sie die Rückblicke in Nathans und Mellorys Vergangenheit immer wieder, in jedem anderem Buch hätte es mich vielleicht genervt, aber hier passen sie perfekt rein und ergeben ein super schönes Bild im Kopf. Auch dieses altmodische „Briefe schicken“ finde ich sehr schön, heutzutage macht das ja kaum noch jemand, obwohl das wirklich sehr romantisch ist.
Auch wenn man dieses Buch schell durch haben mag, sollte man sich doch Zeit dafür nehmen, den dieses Buch ist etwas dafür sich gemütlich wohin zu hocken und die Geschichte in sich sacken zu lassen.

Obwohl es vielleicht nicht mein Lieblings-Buch so wie von der lieben Julia (meiner Aktion-Partnerin) geworden ist, ist es doch sehr schön und ich kann gut verstehen warum sie es dazu ausgewählt hatte. Ein schönes Buch für einen gemütlichen Abend, mit einer Geschichte die zum Nachdenken anregt. Kann ich nur besten Gewissens weiterempfehlen! 

 5 von 5 Pfötchen 




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Kommentare:

  1. Okay, nach der Rezension muss ich mir wohl doch mal ein Buch von dem Autor besorgen! Danke für die Tipps und die Rezi. :)

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    1. Naja ich habe gehört (keine Ahnung ob das stimmt) das nicht alle Bücher so toll sein sollen wie "Ein Engel im Winter"
      ;)

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  2. Tolle Rezi! Dann muss ich das Buch wohl auch bald lesen<3:D

    LG Lena
    www.lenasbuecherwelt.blogspot.de

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  3. Huhu,
    freut mich, dass dir das Buch ganz gut gefallen hat. Ich hatte schon Angst du findest es dann total langweilig, weil du sonst ja ganz andere Sachen liest :)
    Weil oben die Frage kam: Also die älteren Bücher von Musso sind sehr gut, aber sein neustes "Sieben Jahre später" fand ich nicht gut. Hat bei mir nur 2,5 Sterne bekommen. Das kann ich nicht empfehlen.
    Einen Film gibt es dazu schon. Sogar mit John Malkovich. Den habe ich aber selbst noch nicht gesehen. Will ihn mir aber bald mal bestellen.

    Liebe Grüße, Julia

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